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Tierischer Besuch

Aufmerksame Leser der Lancia Rundschau, unseres Club-Magazins kennen mein Projekt:

Nach über 200.000 km, davon elf Jahren Jahre in meiner Hand, habe ich meinen wunderbaren 99er Kappa 20V Turbo in eine düstere staubige Tiefgarage gestellt, um dort ruhig und trocken dem H-Kennzeichen entgegenzureifen.

Nach meinem Umzug steht mein k inzwischen über 50 km von meinem neuen Wohnort entfernt. Entsprechend selten sind Besuche in der Garage, um nach dem Rechten zu sehen. Zuletzt im Frühjahr, wo ich feststellen musste, dass ein Dieb die flauschige Hülle entwendet hatte.

Heute war es wieder so weit. Ich wollte mal wieder schauen, was es dem eingestaubten k über den Sommer so ergangen ist. Äußerlich anscheinend ganz gut. Kein Vandalismus, nur noch mehr Staub. Auch innen fühlte ich mich im edlen Alcantara gleich wieder heimisch. Ich musste nur neues Granulat für den Entfeuchter nachfüllen und Wasser auskippen.

Es folgte ein routinemäßiger Blick in den Kofferraum (mit Handykamera, da die Tiefgarage unbeleuchtet ist). Mit einer Mischung aus Verwunderung und leichtem Entsetzen sah ich, dass der k offenkundig auch auf tierische Besucher Anziehung entfaltet. Dort, wo im Mai noch ordentlich Tüten, Zeitschriften und Kartons lagen, sah ich nur noch - Fetzen. Fetzen, Fetzen, Fetzen...!!! Pappe, Plastik, Papier... Einfach nur - Fetzen!!!

Ein tierischer Besucher hat anscheinend alles im Kofferraum zu Fetzen geraspelt, was ihm zwischen die kleinen scharfen Beißerchen gekommen war. Ein "Youngtimer"-Zeitschrift: Großflächig ausgefressen. Eine Platiktüte - nur noch Fetzen! Ein Karton mit Ersatzteilen: geraspelt.
Mehr noch: Die Original Lancia-Werkzeugtasche mit dem Wagenheben aus dickem Kunstleder: Eine dicke Ecke komplett herausgefressen...!!!
Und der dicke Filzbezug in der Reserveradmulde: Nur noch ein Wollkneuel.

In der Reserveradmulde, neben dem Reserverad, hat das Tierchen aus Filzknäuel und Tütenraspeln anscheinend ein gemütliches Bettchen gebaut.

So weit, so gut - oder so schlecht.

- Was für ein Tier kann das gewesen sein?
- Wie - zum Teufel - kommt es in der Kofferraum?
- Und: Wie kann ich das künftig vermeiden?

Sachdienliche Hinweise gern an mich über das viva lancia-Forum (838 Kappa) oder per Mail an das Club-Sekretariat.

Von dem Tier war keine Spur mehr zu sehen. Kein Gestank, kein (stinkender) Kadaver. Nur Fetzen und das "Nest" .

Der Kofferaumdeckel war zu. Die Rückbank ist fest, nicht klappbar. Gott sei Dank - sonst läge jetzt das wunderbare Alcantara-Interieur in Fetzen.
Welches Tier schafft es in den geschlossenen Kofferraum? Über Felge und Radaufhängung zum Radhaus? Über die Ritzen der Zwangsentlüftung? Und den Schacht des CD-Wechslers in der Verkleidung? Und wie in die Reserveradmulde mit ihrem winzigen Spalt? Ich stehe vor einem Rätsel...

Ich hoffe, dass bis zum nächsten Besuch im Winter kein tierischer Besuch mehr den Weg ins Auto schafft.

Das war mal eine Tüte
Das war mal eine Tüte

Da sind die Fetzen der Tüte - in der Reserveradmulde
Da sind die Fetzen der Tüte - in der Reserveradmulde

Das war mal eine
Das war mal eine "Youngtimer"-Zeitschrift. Loch und "Nest" in der Reserveradmulde.



08.09.2019 Jens Völksen

Besucher der Woche, Valet Parken im Ritz



Aus dem Heidelberger Umland hatte sich JU mit seiner 59er Flaminia auf die Reise gemacht, um im EPI-Zentrum etwas Flaminia- und Clubfühlung aufzunehmen. Korrekt muss es wohl heißen „Heidelberg Land“, also zwar Kennzeichen HD aber eben nicht aus Heidelberg.

Das Auto besitzt seinen originalen Unterbodenschutz, nicht das kleinste Reparaturblech ist zu sehen. Die Bodenwanne und alle unteren Bauteile sind nicht verbeult und nicht verkratzt. Die Hebebühne hebt den Wagen an den ursprünglich vorgesehenen Stellen. Es knirscht nichts, es rieselt nichts, es tropft nichts.

Die Lackierung wurde schon einmal erneuert und JU hat die verwohnte Innenausstattung überarbeiten lassen. Dabei wurde großer Wert daraufgelegt, ein dem damaligen Connolly Leder gleichwertiges Material zu finden.

Solide wie am Tag der Auslieferung.

Die Türen schließen mit einem Sssappp, welches dem Insassen signalisiert, Du bist da angekommen, wo Pong und Peng niemals hingelangen werden. Aussteigen erst wieder vor der Himmelspforte. Oder vorm Ritz Carlton, wenn´s denn sein muss.

Die fließenden Übergänge von A-Säule zu Schweller, die üppige C-Säule, die gemeinsam mit den Heckflossen dem hinteren Teil des Wagens ein gewisses Gewicht geben. Dagegen die filigranen vorderen Dachpfosten und die großen Scheiben, welche die vordere Sitzreihe zu lichtdurchfluteten Premiumplätzen machen.

Und dieses Gesicht! Zwei einfache große, runde Scheinwerfer, das leicht vorgezogene Maul mit dem selbst nach heutigen Maßstäben ziemlich großen Grill.

Gruß nach München, so macht man das!

Ein Traumwagen!


































22.08.2019 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Flavia Coupé



Es war schon seit längerem vereinbart, einen Blick auf die Bremsanlage von MSs Flavia zu werfen. Eine Probefahrt hatte bereits in Redderse bei Hannover stattgefunden, wo eine Projektgruppe der Fulvia-Flavia-IG an einer außergewöhnlichen Fulvia arbeitet.

Das Auto ist eine Flavia 1.5, mit den serienmäßigen zwei Doppelvergasern, aber mit einem Flaviasport-Getriebe ausgerüstet.
Der Wagen trägt sein Alter überraschend leichtfüßig, das originale Grau und die patinierte Innenausstattung versetzen den Fahrer in die frühen Sechziger. Interessant in diesem Zusammenhang erscheint ein Blick in die aktuellen Farbkarten der deutschen Autohersteller. Oder man schaut im Stau vor der Leverkusener Brücke mal nach links und rechts. Graue Uni-Farben an jeder Ecke.

Es ging aber nicht nur um die Eleganz der schönen Flavia, sondern auch um den Bremskraftverstärker (wie immer). Das Gerät war schnell zerlegt. Nicht zum ersten Mal, wie man an einigen neuen Teilen und Messingbuchsen in den kritischen Bereichen sehen konnte. Die Fehlfunktion rührte dieses Mal aber von einer unsachgemäßen Reparatur her. Wenn man bei der Montage etwas übrigbehält, sollte man vielleicht doch noch einmal nachsehen.

Das fehlende Federchen wurde ersetzt und ein neuer Dichtsatz „made in Germany“ eingebaut. Der Servo wurde installiert und entlüftet, was zu zweit viel einfacher geht als allein und schon lässt sich die Fuhre angemessen zum Stillstand bringen










Alles da für eine DOT3 Schorle
Alles da für eine DOT3 Schorle

Ohne Feder keine Wirkung
Ohne Feder keine Wirkung

Das Gefälle ist echt
Das Gefälle ist echt

Jemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen
Jemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen





Arbeitsanzug in Wagenfarbe, das hat Stil
Arbeitsanzug in Wagenfarbe, das hat Stil

Radkappenmontage
Radkappenmontage

12.08.2019 Hubert Enbergs

Das war Klasse! - Classic Days Schloss Dyck 2019



Was für ein Wochenende!
Das Wetter hatte Höhen und Tiefen – aber für den LCD war's ein durchgehender Höhepunkt.

Am Samstag und Sonntag sind viele Mitglieder, Clubfreunde und solche, die es werden wollen, unserem Aufruf gefolgt und haben uns mit ihren Lancia auf den Classic Days Schloss Dyck besucht.

Der Zuspruch war sensationell groß. Und der Spaß auch. Fach- und Benzingespräche, Staunen, Lachen und Genießen war das Motto des Wochenendes.

Besonders schön zu sehen:
Viele unserer Clubfreunde haben sich sogar aus Frankreich, Belgien, Österreich der Schweiz und aus den Niederlanden auf den Weg zu uns gemacht.

Zusammen mit den Teilnehmern des alljährlichen Kappa Coupé Treffens konnten wir damit eine spannende und bunte Fahrzeugpalette aus der facettenreichen Markengeschichte zeigen.
Besondere Erwähnung hat dabei der älteste "Teilnehmer" verdient: Ein Lambda MM aus dem Jahre 1930 – angereist aus den Niederlanden auf eigener Achse!

Allen Teilnehmern und Unterstützern ein dickes Dankeschön für's Dabeisein.
Ihr habt dazu beigetragen, dass unser "Incontro d´estate" so ein leidenschaftliches und begeisterndes Event werden konnte.

Es hat einfach nur Spaß gemacht.

Lancia per sempre!

















05.08.2019 Christian Döhle

Ein Funken Hoffnung für S82B



Bei der Überprüfung der Motoreinstellung mit dem Oszilloskop fielen immer wieder springende und nicht synchrone Zündnadeln auf. Als Erstes geriet die Verteilerwelle in Verdacht.

Nach etwas Recherche zum Thema Zündverteiler schien die Anschaffung eines Verteilerprüfstandes lohnend. Der ursprüngliche Gedanke, ein historisches Gerät zu suchen, welches sicher ein schöneres Bild im "Atelier" abgeben würde, wurde zugunsten eines kleinen, modernen Apparates verworfen. Ganz nebenbei trägt so ein „Gerätchen“ zur Vervollständigung der Analyseausrüstung bei.

Was kann man unter anderem damit machen?

1. Ermittlung des Zündverlaufs

2. Schließwinkelmessung

3. Messung der Zündsymmetrie

4. Ermittlung der Vacuum-Zündverstellung

Das erste Diagramm zeigt einen ziemlich schlechten S82B, die Kurve stimmt nicht und der früheste und der späteste Zündfunke liegen 5° Verteiler, das sind 10° Kurbelwelle, auseinander. Da kann man an den Vergaserschrauben lange herumdrehen und bekommt den Motor trotzdem nicht ruhig.
Das zweite Diagramm ist deutlich besser, 1° Abweichung sind vom Hersteller zugelassen, lediglich der Schließwinkel sollte von 40° auf 30° korrigiert werden.

Die Reparatur von Verteilern erscheint mit diesem Kontrollinstrument vielversprechend, von der Möglichkeit einer gezielten Optimierung einmal ganz abgesehen.

Vielleicht zeigt das Ganze dann auf der Motorbremse eine Wirkung.

PS: Die angegebenen Winkel und Drehzahlen beziehen sich auf den Zündverteiler, für Kurbelwellenwerte sind Winkel und Drehzahl mit zwei zu multiplizieren.

Schließwinkel
Schließwinkel

Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar
Vorzündung auf der Gradscheibe ablesbar

Offensichtlich ein Vierzylinder
Offensichtlich ein Vierzylinder



Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen
Vorne Adapter für verschiedene Verteiler und Module für Elektronische Zündungen

Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!
Laptop-Arbeitsplatz, total modern!!!

Im Eimer
Im Eimer

In Ordnung
In Ordnung

01.07.2019 Hubert Enbergs
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