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Besucher der Woche, Abfahrt



Die Maschine läuft wieder!

Jetzt muss alles nur noch wieder zusammengesteckt werden und dann kann die Rennsaison starten.

Die Zeit der Blümchenmotorisierung ist nahe, deshalb noch schnell ein weiteres Filmchen mit Feuerlanzen und ein kurzer Schwenk durch die Werkstatt.




21.01.2018 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Marinisierung

Große Foto Love Story Teil 3

Zu den fahrdynamischen Eigenschaften kann mangels eigener Erfahrung nichts gesagt werden. Die wilde Jagd in den Raunächten dürfte dagegen aber wirken wie ein Kinderkarussell. Neben dem infernalischen Krach aus den Fächerkrümmern produzieren Wasser und Wellen unter dem Boot einen riesen Radau.

Solange es laut ist, ist alles im Lot aufm Boot, wird es aber plötzlich still, herrscht red alert, denn dann befindet sich das Geschoß im zügellosen Flug und hat zum Überschlag angesetzt. Zu Zeiten ernsthafter Rennen endete das nicht selten in der letzten Ruhestätte.

Technische Details

Lenkung

Am anderen Ende des Sportwagenlenkrades sitzt eine Doppel-Aluminiumtrommel, an der die beiden Enden eines Drahtseils befestigt sind. Drehung des Lenkrades bewirkt das Abwickeln des einen Endes während das andere aufgewickelt wird und umgekehrt. Über Umlenkrollen wird das Seil zum „messerscharf“ geschliffenen Ruderblatt geführt.

Motor

Der Zerknalltreibling wurde gründlich marinisiert, was dem Konservator historischen Lancia-Materials mitunter das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Als erstes wurde die Ölwanne von hinten nach vorne keilförmig durchtrennt. Das entstandene Loch wurde mit einem Alublech zugeschweißt. Der Ansaugkorb der Ölpumpe und die Ölablassschraube wurden geopfert. Der Peilstab wurde gekürzt und mit neuen Markierungen versehen. Ölwechsel waren seinerzeit wohl nicht vorgesehen, die Maschinen sind eh vorher geplatzt wie ein Negerkuss in der Mikrowelle.

Die Lichtmaschine, die Wasserpumpe, der Schwingungsdämpfer und die Riemenscheibe wurden entfernt. Stattdessen wurde ein innen längsverzahntes Kupplungselement mit Pilotlager montiert. Hier wird die ebenfalls längsverzahnte Schraubenwelle eingesteckt und mittels Seeger-Ring arretiert.

Der als 823.00 geborene Motor wurde amateurhaft mit drei Doppelvergasern ausgerüstet. Da der letzte Vergaser dem Zündverteiler im Weg war, wurde sein Gehäuse kurzerhand mit dem Winkelschleifer traktiert. Was nicht passt wird passend gemacht. Das entstandene Loch ließ sich wunderbar mit Silikon zu schmieren.

Ähnlich ingenieurmäßig wurde mit dem Verteiler verfahren. Es handelt sich um einen Verteiler aus der Berlina, mit völlig anderer Kennlinie als erforderlich und mit Unterdruckverstellung. Das war den Marinisierern augenscheinlich zu viel, deshalb wurde die Unterdruckverstellung kurzerhand entfernt und das entstandene Loch mit Folie zugeklebt.

Leichtbau ist so wichtig im Rennsport!!!

Kühlung

Die Kühlung funktioniert mittels Staurohr und Verlustkühlung. Rechts unter dem Boot befinden sich zwei streichholzschachtelgroße Einlässe, durch die bei Schub hinreichend Wasser in den Motor gedrückt wird. So zumindest der Plan. Es gibt lediglich eine nachgerüstete elektrische Wasserpumpe zur Überbrückung bei Schleichfahrt. An die Stelle des Lamellen-Ölkühlers tritt ein wasserdurchströmter Röhrenkühler.

Kraftstoffversorgung

Es kommt ein gebräuchlicher tragbarer Bootstank und eine elektrische Benzinpumpe zum Einsatz. Der vor dem Motor stehend angeordnete Alu-Tank ist heute nicht mehr in Betrieb.

Kraftübertragung

Das Boot besitzt eine marginal gelagerte starre Schraubenwelle, die offen zwischen den Beinen und unter dem Poppes des Piloten nach hinten führt. Ein regelmäßig auftretender Schaden bei Dreipunktern war das Abreißen eines Propellerblattes, mit kleinerer Unwucht als Folge. Die mit 5.500 U/min drehende Schraubenwelle verwandelte dann Boot und Pilot in Anmachholz.

Bremse

Wofür?

Elektrik
Elektrik

Lenkung
Lenkung

Schraubenwelle zu Motor
Schraubenwelle zu Motor

Gefährliche Installation
Gefährliche Installation





Durchlaufkühlung
Durchlaufkühlung

Schnellverschluss
Schnellverschluss









07.01.2018 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, La Razza-Foto-Orgie

Große Foto Love Story Teil 2

Das muss jetzt einfach sein, wann bekommt man schon einmal so etwas vor die Linse. Heute schmusen und streicheln wir mal nur mit dem Auge.

Die halbe Bude musste umgeräumt werden, ein Teil der Maschinchen wurde mit dem Rollbrett in die Ecke gefahren, das Rollgerüst wurde für die Luftaufnahmen aufgebaut, der Bugattiwagen von seinem Stammplatz verbannt. Und alles nur, damit das kleine Boot, was gar nicht so klein ist, leidlich in Szene gesetzt werden konnte. Es zeichnet sich dabei ein neues Betätigunsfeld ab, denn mit der Ausleuchtung ist das so eine Sache.

Es bleibt dabei, Herr Anderloni hat mit dem GT die Mutter aller Flaminias gezeichnet,

aber Satans Ziege, der Rochen hat es in sich!

Die Kurven dieser Maschine kommen aus allen Ecken. Ein paar aus dem Formel-Rennsport (vornehmlich die rot lackierten Bereiche), etwas aus der Luftfahrt (das Rumpf-Querprofil) und ganz eindeutig auch etwas sehr archaisch Animalisches aus dem Paläozoikum (die Draufsicht).

Hat es auch etwas aus der Seefahrt? Im Prinzip schon, die Schraube, aber die wurde, vielleicht aus Vorsichtsgründen, abgebaut.

Über die technischen Details soll später berichtet werden, aber hier schon einmal ein Hinweis auf die Ruderanlage.

Ist ein bisschen so, als wolle man eine Sidewinder mit der Windvogelschnur ins Ziel lenken.

Frohe Weihnachten und Frieden auf Erden

wünscht der Flaviator


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CTA, Cantiere Timossi Azzano
CTA, Cantiere Timossi Azzano

Mit Holz können sie besser umgehen
Mit Holz können sie besser umgehen

Gewürm
Gewürm



Die eine Seite des Krachs
Die eine Seite des Krachs





balls
balls



Drahtseilakt zwischen Leben und Tod
Drahtseilakt zwischen Leben und Tod











Gleich schwimmt er zum Fenster hinaus
Gleich schwimmt er zum Fenster hinaus



Schleudersitz
Schleudersitz









21.12.2017 Hubert Enbergs

Besucher der Woche, Flaminia Barchetta

Große Foto-Love-Story Teil 1

Carlo Timossi war Chefkonstrukteur bei der Bootswerft Riva, als er sich mit seiner eigenen Werkstatt selbständig machte. Dass er als Standort des Unternehmens nicht Duisburg Ruhrort sondern Azzano in der Gemeinde Tremezzo am Comer See wählte, ist nachvollziehbar, zumindest wenn man beide Orte schon einmal aus der Nähe gesehen hat.

In seiner exklusiven Manufaktur entstanden außergewöhnliche und hervorragend verarbeitete Holzboote für verschiedene Anwendungen. So konnte man sich hier für den kurzen Weg hinüber zum Abendessen nach Bellagio ein rassiges Boot zimmern lassen, in dem auch die Frau und zwei Wohlerzogene noch Platz fanden. Oder der Herr des Hauses entschied sich für einen monoposto, der seinem extrovertierten Charakter noch etwas Verwegenes hinzufügte.

Eine verschwindend kleine Zahl dieser Renner erhielt Flaminia-Motoren. Eines davon gehört TA aus der Schweiz. Es ist oft bei Veranstaltungen im Einsatz und befand sich nach einer Ausstellung in Berlin zu Pflegearbeiten bei Beelitz und Maibuhr in Schönebeck an der Elbe.

Die in den Augen des Automobilisten höchst ausgefallene Betriebsmethode, Vollgas geradeaus, ohne Wasserpumpe und Kühler*, hat Spuren hinterlassen. Und da die Macher aus Schönebeck ohnehin Richtung Krefeld unterwegs waren, lieferten sie das hydroplane kurzerhand im winterlichen EPI-Zentrum ab.

Das Boot besitzt auf seiner Oberseite vier Ösen und das entsprechende Hebegeschirr ist an Bord. Die Hallendecke und der 2,5 Tonnen Kettenzug hatten ihre Bewährungsprobe bereits beim Abladen des Kraftformers bestanden. Da das Boot exakt die Hälfte des Kraftformers wiegt, schien es eine leichte Aufgabe zu sein, den Renner vom Hänger zu heben. Leider zeigte es sich, dass die Aufbauhöhe von Trailer, Boot, Hebegeschirr und Eigenhöhe des Zuges eine höhere Aufhängung erforderten als in der Halle möglich. Die einzige Möglichkeit, Verkürzung des Hebegeschirrs, wurde verworfen. Die Gefahr, die Ösen aus dem filigranen Sperrholzaufbau zu reißen, erschien zu groß.

Stattdessen wurde das Boot mit der Hebebühne vom Anhänger gehoben und mittels Lenkrollen manövrierbar gemacht.

* Hierzu vielleicht später mehr

Wie bekomme ich es vom Trailer?
Wie bekomme ich es vom Trailer?















17.12.2017 Hubert Enbergs

2.44 Stauchen mit Ecki



Die Türschwellen des Autos sind meine Obsession. Sie besitzen nur eine einzige gerade Kante, was von den meisten Restaurieren schlicht übersehen wird. Von unten gesehen ist das Blech mit dem geraden Steg am Boden verbunden, aber die Sichtkante außen besitzt einen Schwung, welcher dem „bauchigen“ Karosseriekörper folgt. Demzufolge ist auch die obere Kante, die später hinter der Zierleiste verborgen ist, gekrümmt, wenn auch nur um ein paar Millimeter.

Die vordere und die hintere Endspitze ist, wie leicht zu sehen, ebenfalls gebogen. Ferner laufen sie ohne Knick nach innen aus.
Diese aus meiner Sicht äußerst wichtige Kontur sollte unbedingt originalgetreu nachgebaut werden, was angesichts der rudimentären Vorlagen nicht so einfach war. Glücklicherweise hatte ich in Wien an einem absolut originalen Auto Skizzen abgenommen und einige Fotos gemacht.

Es sollte zuerst eine möglichst genaue Schnittvorlage und daraus ein Prototyp angefertigt werden. Erst im dritten Schritt sollte das verwendbare Bauteil entstehen, wobei die Praxis nachher so aussah, dass der Prototyp ein, zwei Arbeitsschritte voraus war, während das Bauteil schon folgte.

Beim Prototypen wurde bezüglich der unteren beiden Kantungen eine Reihenfolge gewählt, die erfolgversprechend war. Im Ergebnis kam eine Banane heraus, die nur mit enormem Aufwand hätte gerichtet werden können. Das finale Teil entstand mit einer geänderten Arbeitsfolge und ohne Verzug.

Irgendwie ist mir während dieser Zeit ein Eckold Kraftformer zugelaufen. Legendärer Apparat, leider nicht so richtig leicht zu bewegen. Andere Geschichte!

Der Brocken ist älter als unsere Fulvia, wurde aber mit einem Facelift bis 2014 gebaut. Obwohl beim Verkäufer Probe gefahren, flog in der Werkstatt immer der RCD (früher FI-Schalter) raus.

Hurra, eine brachliegende Lösung!!!! (Problem sagen wir ja nicht)

Exkurs: die elektromechanische Trommelbremse(!) des Spindelantriebs wird von einer der drei Phasen des Getriebemotors mitversorgt. Eigentlich klug, sobald der Motor anläuft, lösen sich die Backen von der Trommel. Das mag aber der neumodische FI-Schalter überhaupt nicht, „misst“ er doch, ob eine der drei Phasen einen abweichenden Strom gegen Masse aufweist (Bitte an die Elektriker, einfach weiterlesen, es ist alles ein klein bisschen anders, das weiß ich, wäre aber eine Story fürs Elektriker-Forum).

Darüber hinaus war die Bremse festgegammelt, was auch nie gut ist.

Die Lösung: eine kleine Schaltungsänderung im Sinne heutiger Elektrotechnik, klassischer FZG-Service an der Bremse und datt Ding geht widder.

Zum Schluss ist die Schwelle fast fertig und es gibt ein Video über erste Gehversuche mit einem Kraftformer aus dem Alten Testament.






Fast wie ein fränkischer Osterbrunnen, mit bunten Bändern
Fast wie ein fränkischer Osterbrunnen, mit bunten Bändern

Auf Europalette . . .
Auf Europalette . . .

. . . geht gar nicht!
. . . geht gar nicht!

So bleibt beim Hurrikan das Dach auf der Halle
So bleibt beim Hurrikan das Dach auf der Halle

Allein eine Story wert, das Werkzeug
Allein eine Story wert, das Werkzeug

Nur mit Bremse fein justierbar
Nur mit Bremse fein justierbar



Aurelie ist begeistert, ein junger Kerl in der Halle
Aurelie ist begeistert, ein junger Kerl in der Halle

Videostudio
Videostudio

Die Drei von der Türschwelle
Die Drei von der Türschwelle





23.11.2017 Hubert Enbergs
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