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2.37 Die Zeit rast

Es gibt eine interne Zielsetzung, die besagt, mit Beginn des Frühlings muss der Körper verladefertig sein, damit er zum Lackierer kann. Tempus fugit!!!!

Der rechte Radkasten ist endlich fertig und an der Karosserie verankert. Der Kotflügel ist ebenfalls weitgehend fertig und passt ganz gut zum Rest der Beifahrerseite. Besonders auf Höhe des Seitenknicks ist der Verlauf schön geworden. Das Bauteil ist fast perfekt glatt, aber im Streiflicht kommen selbst kleine Wellen zutage. Also muss noch etwas getan werden.

Es ist noch neues Equiment auf dem Weg ins EPI-Zentrum, schauen wir einmal, ob man damit dem Finish Gutes tun kann.

Ein "neues" 3C-Getriebe ist auch angekommen. Mal sehen, wann das eingebaut wird, und wo.





Auch nicht der erste Versuch
Auch nicht der erste Versuch





Der Lampenring in PF-Qualität
Der Lampenring in PF-Qualität







wie neu
wie neu

09.02.2017 Hubert Enbergs

2.36 Und ewig lockt ´das´ UNIMOG

Ende des Jahres waren die Arbeiten abrupt zum Erliegen gekommen und während witterungsbedingt kurzfristig über eine automobile Neuorientierung nachgedacht wurde, Stichworte: Portalachsen, Räumschild, Hydraulikkreise, Superkriechgang, erfolgte mit Verschwinden der mickrigen Schneedecke die Rückbesinnung.

Sensationen haben nicht stattgefunden, deshalb nur eine Sammlung von Kleinigkeiten.

Die rechte Vorderseite nähert sich der Vervollständigung. Um nicht den gleichen Fehler zu machen, wie auf der linken Seite, wurde hüben zur Niederbringung der Bohrungen für den Seitenblinker eine Schablone verwendet. Weil so praktisch musste das Bohrbild aus dem alten Kotflügel dazu herhalten. Drüben waren vorher die Positionen nach Aufmaß frei Hand gebohrt worden, was prompt zum Verlaufen einer Bohrung um 1,5 mm führte und der Blinker nicht auf Anhieb passte. Ärgerlich, zusätzliche Arbeit und gar nicht schön.

Das 32er Loch entstand mit Hilfe eines Standard-Lochers. Damit kann man perfekt runde Bohrungen ohne Verzug schneiden, was mit der Blechschere bei diesem Durchmesser praktisch unmöglich ist.

Die vor Kurzem aus Fomrollenhälften gemachten Ambosse stehen kurz vor der Transformation in Stiftambosse. Stiftambosse haben einen pyramidalen, also „quadratisch konischen“ Schaft.

Und das kam so.

Spannt man einen Stiftamboss in den Schraubstock, ist bei größeren Werkstücken oft die Werkbank im Weg. Ferner wandert (kippt) der Amboss durch das Hämmern zur Seite, egal wie fest man den Schraubstock „angeknallt“ hat und die Arbeitsebene ist eher für Dirk Nowitzki geeignet als für Hobbits wie mich.

Bei der eingehenden Betrachtung eines Bildes der Karosseriewerkstatt der Carrozzeria Touring Superleggera aus den dreißiger Jahren entdeckte ich eine sehr einfache aber wirksame Lösung, nämlich einen simplen Ständer für Stiftambosse. Durch die schlanke Bauart hat man maximale Bewegungsfreiheit in alle Richtungen und durch den „konischen“ Sitz lassen sich alle möglichen Ambösschen fest einsetzen. Der Sitz und knapp zwei Hand voll Schäfte entstanden auf der Fräsmaschine. Die Arbeitshöhe bestimmte sich nach den ergonomischen Erfordernissen.

phänomenal pyramidal
phänomenal pyramidal

















Sieh an, Rost
Sieh an, Rost

Krater nach Vorlage,
Krater nach Vorlage,

also genau so krunkelig wie das Original
also genau so krunkelig wie das Original

11.01.2017 Hubert Enbergs

2.35 Happy Hour auf der Farm

Die Frontpartie war schon vor drei Jahren vom Rest der Karosserie getrennt worden. Es stelle sich aber heraus, dass die Baugruppe als Ganzes für die Instandsetzung kaum zu handhaben war. Der untere Riegel ist ohnehin praktisch nicht mehr vorhanden und auf ein paar Dezimeter Schweißnaht mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an.

Die Trennung der Kotflügel erfolgte entlang der originalen Schweißnähte, so dass später im Idealfall keine Spuren zurückbleiben.

Heute war das Tagesziel, die Seitenbleche des linken Kotflügels in Position zu bringen, zu schweißen, richten und glätten. Dann kam jedoch ein Freund zu Besuch und erklärte "Happy Hour auf der Farm".

Gesagt, getan! Auch nicht schlecht!



Recycelte Formrollen als Amboss
Recycelte Formrollen als Amboss



















Arbeit zugunsten ein Bieres abgebrochen
Arbeit zugunsten ein Bieres abgebrochen

08.12.2016 Hubert Enbergs

2.34 Warum manchmal halbe Sachen ganze Sachen sind

Der linke Vorderwagen sieht aus wie ein von Motten zerfressenes Wams.

Der Rechte auch.

Damals, als das Wort Wams noch ein alltäglicher Begriff war, wurden Kleidungsstücke noch geflickt. Das ist heute in Zeiten von primark und H+M undenkbar. Da stellt sich eher die Frage, ob die erste Wäsche überhaupt noch lohnt.

Zu Beginn der Karosseriearbeiten, also in einer Zeit als Wams noch ein gängiges Wort war, hatte ich das linke hintere Seitenteil mit Flicken begonnen, diese dann verworfen und etwas großflächiger gearbeitet.

Am Vorderwagen wurden die werkseitigen Nähte angezeichnet um zu prüfen, ob nur an diesen Schnittstellen getrennt werden soll. Dadurch würde aber von der Originalsubstanz nichts mehr übrigbleiben. Also wird ein Mittelweg gewählt, kein Flickwerk aber auch kein Totalneubau.

Außerdem wird der Vorderwagen eine Besonderheit aufweisen, nämlich einen Bruch mit meiner Karosseriebau-Philosophie, alle Teile selber zu bauen. Die ringförmigen Aufnahmen für die Nebel-Standlicht-Blink-Scheinwerfer wurden in Italien als Originalteil gekauft. Angeboten waren sie als Zagato-Teile, wohl wegen der Z-Preis-Magie. Aber wie soll man diese Stahlblechteile an einer Aluhülle befestigen?

Flicken?









Alles etwas instabil
Alles etwas instabil

alles noch nicht ganz fertig
alles noch nicht ganz fertig

Ich habs drangehalten, rechts würde es echt nicht passen
Ich habs drangehalten, rechts würde es echt nicht passen



Sie gehen einer gestrahlten Zukunft entgegen
Sie gehen einer gestrahlten Zukunft entgegen

Schon angekommen
Schon angekommen





05.11.2016 Hubert Enbergs

Gelbfieber-Infektion

"Spada und Zagato sind Namen, die in der italienischen Automobilgeschichte feste Positionen belegen. Aber reicht das, um Einlass ins EPI-Zentrum, Heimat der Flaminia, Zitadelle derer von Anderloni, Pininfarina und Vignale zu erlangen?"

Diese Frage habe ich mir Anfang Juni gestellt, als eine knallgelbe Fulvia Sport zu Besuch kam.

Nach viereinhalbmonatiger Inkubationszeit lautet die Antwort nun: Ja!

Diagnose Gelbfieber, Unterart Giallo Maya; wird hervorgerufen durch Fulviviren während das gemeine Gelbfieber ja bekanntermassen durch Flaviviren entsteht.









01.11.2016 Hubert Enbergs
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